Jod Mythen
Jod Mythen sind weit verbreitete, aber wissenschaftlich unzutreffende oder vereinfachte Annahmen über das Spurenelement Jod, seine Funktion, seinen Bedarf …
Inhalt
Auf einen Blick
- „Meersalz/Himalayasalz liefert Jod" – falsch.
- „Jodsalz ist ungesund" – falsch, es ist Vorsorge.
- „Algen sind die beste Jodquelle" – riskant.
Rund um Jod kursieren erstaunlich viele Irrtümer – einige davon können sogar einen Mangel begünstigen.
Mythos-Check
- „Meersalz und Himalayasalz enthalten genug Jod." Falsch – sie sind nicht jodiert und liefern kaum Jod.
- „Jodsalz ist gefährlich/macht krank." Im Gegenteil – die Salzjodierung hat Kropf und Mangel massiv reduziert.
- „Algen sind die natürlichste Jodquelle." Ihr Jodgehalt ist unkalkulierbar hoch – Überdosis-Risiko.
- „Jod hilft beim Abnehmen." Nur bei mangelbedingter Unterfunktion, sonst nicht.
- „Bei Hashimoto darf man kein Jod essen." Normale Ernährungsmengen sind meist unproblematisch; nur Hochdosis ist heikel.
Häufige Fragen
Ist „natürliches" Salz besser?
Für den Geschmack vielleicht – fürs Jod ist gerade das jodierte Salz wichtig.
Quellen: DGE-Referenzwerte (Jod: 200 µg Erwachsene); EFSA UL 600 µg/Tag. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.
Top-Lebensmittel mit Jod
Gehalt je 100 g · Quelle: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0)
| Lebensmittel | je 100 g |
|---|---|
| Nori-Blatt geröstet | 2775 µg |
| Dorschleber gebraten ohne Fett (Pfanne) | 422 µg |
| Fischleberöl/Lebertran | 400 µg |
| Schellfisch gegrillt | 390 µg |
| Meeräsche gebraten ohne Fett (Pfanne) | 309 µg |
| Dorsch/Kabeljau, gegrillt | 292 µg |
| Kabeljaurogen gesalzen | 241 µg |
| Merlan/Wittling, gebraten ohne Fett (Pfanne) | 175 µg |
| Miesmuschel roh | 154 µg |
| Hummer tiefgefroren, gegrillt | 142 µg |
| Kaviar echt (Stör) | 140 µg |
| Garnele/Granat/Krabbe, tiefgefroren, gegrillt | 128.3 µg |
Werte je 100 g essbarer Anteil, gerundet. Mehr im Nährwert-Tool.