Selen-Mangel
Selen-Mangel ist ein Versorgungszustand, bei dem die Selenzufuhr über die Nahrung dauerhaft unter dem körperlichen Bedarf liegt, sodass selenabhängige Enzyme …
Inhalt
Auf einen Blick
- Schwerer Mangel ist in Europa selten.
- Folgen reichen von Immunschwäche bis zu Herz-/Gelenkschäden (Keshan/Kashin-Beck).
- Risiko bei einseitiger Kost und Aufnahmestörungen.
Echter Selenmangel ist in Mitteleuropa ungewöhnlich – die Versorgung ist grenzwertig, aber selten dramatisch. In selenarmen Weltregionen sieht das anders aus.
Mögliche Folgen
- Geschwächtes Immunsystem, schlechtere Infektabwehr
- Beeinträchtigte Schilddrüsen- und Fortpflanzungsfunktion
- Keshan-Krankheit: Herzmuskelschaden (schwerer Mangel)
- Kashin-Beck-Krankheit: Gelenk-/Knochenschaden (Mischfaktor)
Wer gefährdet ist
Menschen in selenarmen Regionen, bei einseitiger/veganer Ernährung, mit Darmerkrankungen oder unter Dialyse.
Häufige Fragen
Habe ich in Deutschland Selenmangel?
Meist nicht ausgeprägt – die Zufuhr ist grenzwertig, aber selten ein echter Mangel.
Quellen: DGE-Schätzwert (Selen: 70 µg M / 60 µg F); EFSA Health Claims & UL 300 µg/Tag. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.