Diagnostik der B-Vitamine – Labor und Referenzbereiche
Umfassende Informationen über Diagnostik der B-Vitamine – Labor und Referenzbereiche. Wissenschaftlich fundiert und verständlich erklärt.
Inhalt
Auf einen Blick
- B-Vitamine misst man teils direkt, teils über Funktionsmarker.
- Wichtig: B12 (Holo-TC/MMA), Folat, B6 (P5P), B1 (Transketolase/TPP).
- Referenzbereiche sind laborabhängig.
Die Labordiagnostik der B-Vitamine ist tückisch: Reine Spiegel täuschen manchmal, deshalb nutzt man oft funktionelle Marker, die die tatsächliche Versorgung besser abbilden.
Die wichtigsten Marker im Überblick
| Vitamin | Bester Marker |
|---|---|
| B1 (Thiamin) | Transketolase-Aktivität (ETKA) / TPP im Vollblut |
| B2 (Riboflavin) | Glutathionreduktase (EGRAC) |
| B6 (Pyridoxin) | Pyridoxal-5-Phosphat (P5P) im Plasma |
| Folat (B9) | Erythrozyten-Folat (besser als Serum) |
| B12 (Cobalamin) | Holo-TC + Methylmalonsäure (MMA) |
💡 Wichtig
Funktionelle Marker (MMA, Homocystein, Enzym-Tests) entlarven Mängel, die der reine Blutspiegel verschleiert. Hochdosiertes Biotin kann manche Immunoassays verfälschen.
Häufige Fragen
Reicht der Gesamt-B12-Wert?
Oft nicht – Holo-TC und MMA sind aussagekräftiger.
Sind die Referenzbereiche überall gleich?
Nein – sie hängen vom Labor und der Methode ab.
Allgemeine Information zu Labordiagnostik der B-Vitamine. Referenzbereiche sind laborabhängig. Keine medizinische Beratung.