Folsäure oder Methylfolat?
Folsäure oder Methylfolat?: Definition, Wirkung und Studienlage – evidenzbasiert und verständlich erklärt von Throphia.
Inhalt
Auf einen Blick
- Methylfolat (5-MTHF): die direkt aktive Form.
- Folsäure: muss umgewandelt werden, ist aber bestens untersucht.
- Für die meisten ist Folsäure ausreichend.
Methylfolat wird oft als „bessere" Folsäure beworben – besonders mit Blick auf eine Genvariante (MTHFR). Die Faktenlage ist differenzierter.
Der Unterschied
Folsäure muss im Körper über das Enzym MTHFR zur aktiven Form 5-MTHF umgewandelt werden. Methylfolat ist diese aktive Form bereits. Menschen mit verminderter MTHFR-Aktivität wandeln Folsäure etwas langsamer um.
| Folsäure | Methylfolat | |
|---|---|---|
| Form | Vorstufe | aktiv (5-MTHF) |
| Studienlage | sehr umfangreich | geringer |
| Preis | günstig | höher |
💡 Fazit
Die große Evidenz (auch zur Schwangerschaftsprävention) stützt Folsäure. Methylfolat ist eine sinnvolle Alternative, aber für die meisten kein notwendiger Aufpreis.
Häufige Fragen
Brauche ich bei MTHFR-Mutation Methylfolat?
Nicht zwingend – höhere Folsäuredosen werden meist ausreichend umgewandelt; im Zweifel ärztlich klären.
Quellen: DGE (Folat 300 µg/Tag; Schwangerschaft 550 µg); EFSA Health Claims. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.