Ernährung bei Erkrankung

Ernährung bei Pankreatitis

TR Von der Throphia-Redaktion, evidenzbasiert nach Leitlinien und DGE · aktualisiert Juni 2026

Die Bauchspeicheldrüse ist empfindlich. Bei einer Entzündung gelten klare Linien: kein Alkohol, fettbewusst, kleine Mahlzeiten – und im akuten Schub strikt ärztlich geführt.

Auf einen Blick

  • Absoluter Alkoholverzicht – ein Hauptauslöser.
  • Fettbewusst und in kleinen, häufigen Mahlzeiten essen.
  • Akuter Schub wird im Krankenhaus/ärztlich geführt (oft zunächst Nahrungskarenz).
  • Bei chronischer Form auf Verdauungsenzyme und Nährstoffe achten.

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Verdauungsenzyme und Insulin. Bei einer Entzündung (Pankreatitis) ist sie gereizt oder geschädigt. Ernährung ist ein wichtiger Teil der Behandlung – akut und chronisch mit unterschiedlichen Regeln, immer ärztlich begleitet.

Grundlinien

  • Kein Alkohol: Alkohol ist ein häufiger Auslöser und muss konsequent gemieden werden.
  • Fett reduzieren: fettreiche Mahlzeiten belasten die Verdauung stark; lieber fettarm und gut verteilt.
  • Kleine, häufige Mahlzeiten statt großer Portionen.
  • Nicht rauchen – auch Rauchen schadet der Bauchspeicheldrüse.

Akut vs. chronisch

  • Akute Pankreatitis: wird stationär behandelt; oft zunächst keine Nahrung, dann stufenweiser Kostaufbau unter ärztlicher Leitung. Nichts in Eigenregie.
  • Chronische Pankreatitis: die Enzymproduktion kann nachlassen, sodass Nahrung schlechter verdaut wird. Dann sind oft Verdauungsenzyme nötig, und es ist auf ausreichend Energie, Eiweiß sowie fettlösliche Vitamine zu achten, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Auch ein Diabetes kann entstehen.

Quellen: Leitlinien zur akuten und chronischen Pankreatitis; Empfehlungen zur Ernährungstherapie. Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztliche Behandlung.

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Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dieser Text ordnet den allgemeinen Evidenzstand ein und ersetzt keine Diagnose oder Therapie. Ernährungsumstellungen bei einer Erkrankung bitte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen – besonders bei Medikamenten.

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Häufige Fragen

Darf ich bei Pankreatitis Alkohol trinken?+

Nein. Alkohol ist ein häufiger Auslöser einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung und muss konsequent und dauerhaft gemieden werden, auch in der chronischen Form. Schon kleine Mengen können schaden und neue Schübe begünstigen. Zusätzlich sollte nicht geraucht werden, da auch Rauchen der Bauchspeicheldrüse schadet.

Wie sollte ich bei chronischer Pankreatitis essen?+

Fettbewusst und in kleinen, häufigen Mahlzeiten, ohne Alkohol. Da die Enzymproduktion nachlassen kann, sind oft Verdauungsenzyme zu den Mahlzeiten nötig, und es ist wichtig, auf genug Energie, Eiweiß und fettlösliche Vitamine zu achten, um eine Mangelernährung zu vermeiden. Die genaue Umsetzung gehört ärztlich begleitet.

Was darf ich bei einer akuten Pankreatitis essen?+

Die akute Pankreatitis wird im Krankenhaus behandelt. Häufig wird zunächst auf Nahrung verzichtet, danach folgt ein stufenweiser Kostaufbau unter ärztlicher Leitung. Was und wann gegessen wird, sollte in dieser Phase nicht selbst entschieden, sondern eng mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Diagnose oder Beratung. Quellen und Einordnung nach anerkannten Leitlinien, DGE und EFSA.